Geschichte


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Die Anfänge von Busko reichen bis ins 12. Jahrhundert, als um die Kirche des Heiligen Leonardo eine Hirtensiedlung entstand. Im Jahre 1185 hat der Besitzer von Busko und der Umgebung – der Ritter Ders³aw – Nonnen des Prämonstratenserordens in die Siedlung kommen lassen. Ihnen hat er auch später sein ganzes Vermögen testamentarisch vermacht. Seit 1241 war Busko im Besitz des Klosters. Im Jahre 1252 erhielt Busko vom König Boleslaus dem Keuschen ein Privileg, in dem außer der Immunität dem Kloster u. a. die Erlaubnis zur Nutzung der Salzbrunnen gegeben wurde. Dies gilt als die erste Notiz über die Nutzung des Buskoer Mineralwassers.

  

Im Jahre 1287 erhielt Busko vom Fürsten Leszek den Schwarzen die Stadtrechte. Die günstige Lage der Stadt auf der Kreuzung von Handelswegen bewirkte, dass König Wladisluas Jagie³³o den Bürgern das Privileg des wöchentlichen Marktes und zwei mal im Jahr eines Jahrmarktes gewährt hat. Seitdem begann die Blütezeit der Stadt, die durch das ganze 15. und 16. Jahrhundert dauerte. Die Stadt war damals wegen der Tuchherstellung und des Tuchhandels berühmt.

Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts führten Kriege und eine antibürgerliche Politik der Schlachta zur Verarmung der Stadt Busko. Ein Wiederaufleben der Stadt ist mit der Entdeckung der Salzquellen im Jahre 1776 verbunden. Man begann mit der Salzgewinnung, aber nach kurzer Zeit gab man diese Tätigkeit wegen Unrentabilität auf. Im Jahre 1808 wurden von dem Mediziner Winterfeld aus Piñczów die ersten Untersuchungen zur Anwendung der örtlichen Quellen zu Behandlungszwecken unternommen. Es haben sich seitdem die ersten Kurgäste in Busko eingefunden, die man damals „Badegäste“ nannte. 1819 wurden die Güter des Prämonstratenserordens von der Regierung übernommen. Nach dem Brand der Stadt 1820 wurde Busko vom General Feliks Rzewuski in Pacht genommen. Er wusste über die Heilkraft des Buskoer Mineralwassers Bescheid und baute mit Hilfe einer Warschauer Gesellschaft Bäder, nach dem Projekt des bekannten italienischen Architekten Henryk Marconi. Im Jahre 1828 waren 202 Gäste zur Kur.

Im Jahre 1836 erfolgte die feierliche Eröffnung des Kurortes, das später von einer Gesellschaft Warschauer Industrieller in Pacht genommen wurde. 1869 wurden Busko durch das Zarentum die Stadtrechte entzogen, aber der Kurort blieb weiter in Betrieb. Im Jahr 1880 übernahm der Arzt Andrzej Dobrzañski die Pacht des Ortes. Während der 15 Jahre seiner Tätigkeit konnte sich der Kurort beachtlich entwickeln. Es wurde in dieser Zeit zu einem der beliebtesten Kurorte nicht nur in Polen.

Während des Ersten Weltkrieges befand sich Busko unter der österreichischen Besetzung. Im Jahr 1915 wurde es zum Sitz des Stopnicer Kreises. Ein Jahr später erhielt Busko wieder die Stadtrechte. Nach dem Krieg begannen schon 1919 die ersten Kurgäste anzureisen. In der Zwischenkriegszeit erfolgte ein intensiver Ausbau des Kurortes. Aus der Initiative von Dr. Szymon Starkiewicz und mit öffentlicher Hilfe wurde das Kinder-Sanatorium „Górka“ gebaut. Während des Zweiten Weltkrieges war die Stadt der Schauplatz von zahlreichen Kampfaktionen der Partisanen: u. a. führten Einheiten der Landesarmee (Armia Krajowa) auf dem Markt in Busko ein Attentat auf den örtlichen Gestapochef durch. Nach dem Krieg hatte die Stadt, als das Zentrum einer landwirtschaftlichen Region, administrative Aufgaben wie Handels- und Dienstleistungsfunktionen für die naheliegenden Dörfer übernommen. Jedoch der wichtigste Entwicklungsfaktor der Stadt ist der Kurort. Das heutige Busko ist ein sich dynamisch entwickelndes Sanatoriums- und Erholungszentrum, ein Verwaltungszentrum, zudem die Hauptstadt des Buskoer Kreises. Dagegen bilden die umliegenden Dörfer eine landwirtschaftliche Region, in der hauptsächlich Obst und Gemüse angebaut wird und wo der beliebteste Wirkungsbereich der landwirtschaftlichen Betriebe in der letzten Zeit die Agroturistik ist.

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