Im
Jahre 1287 erhielt Busko vom Fürsten Leszek den Schwarzen die Stadtrechte.
Die günstige Lage der Stadt auf der Kreuzung von Handelswegen bewirkte,
dass König Wladisluas Jagie³³o den Bürgern das Privileg des wöchentlichen
Marktes und zwei mal im Jahr eines Jahrmarktes gewährt hat. Seitdem
begann die Blütezeit der Stadt, die durch das ganze 15. und 16.
Jahrhundert dauerte. Die Stadt war damals wegen der Tuchherstellung und
des Tuchhandels berühmt.
Seit der Mitte des 17.
Jahrhunderts führten Kriege und eine antibürgerliche Politik der
Schlachta zur Verarmung der Stadt Busko. Ein Wiederaufleben der Stadt ist
mit der Entdeckung der Salzquellen im Jahre 1776 verbunden. Man begann mit
der Salzgewinnung, aber nach kurzer Zeit gab man diese Tätigkeit wegen
Unrentabilität auf. Im Jahre 1808 wurden von dem Mediziner Winterfeld aus
Piñczów die ersten Untersuchungen zur Anwendung der örtlichen Quellen
zu Behandlungszwecken unternommen. Es haben sich seitdem die ersten Kurgäste
in Busko eingefunden, die man damals „Badegäste“ nannte. 1819 wurden
die Güter des Prämonstratenserordens von der Regierung übernommen. Nach
dem Brand der Stadt 1820 wurde Busko vom General Feliks Rzewuski in Pacht
genommen. Er wusste über die Heilkraft des Buskoer Mineralwassers
Bescheid und baute mit Hilfe einer Warschauer Gesellschaft Bäder, nach
dem Projekt des bekannten italienischen Architekten Henryk Marconi. Im
Jahre 1828 waren 202 Gäste zur Kur.
Im Jahre 1836 erfolgte die
feierliche Eröffnung des Kurortes, das später von einer Gesellschaft
Warschauer Industrieller in Pacht genommen wurde. 1869 wurden Busko durch
das Zarentum die Stadtrechte entzogen, aber der Kurort blieb weiter in
Betrieb. Im Jahr 1880 übernahm der Arzt Andrzej Dobrzañski die Pacht des
Ortes. Während der 15 Jahre seiner Tätigkeit konnte sich der Kurort
beachtlich entwickeln. Es wurde in dieser Zeit zu einem der beliebtesten
Kurorte nicht nur in Polen.
Während des Ersten Weltkrieges
befand sich Busko unter der österreichischen Besetzung. Im Jahr 1915
wurde es zum Sitz des Stopnicer Kreises. Ein Jahr später erhielt Busko
wieder die Stadtrechte. Nach dem Krieg begannen schon 1919 die ersten Kurgäste
anzureisen. In der Zwischenkriegszeit erfolgte ein intensiver Ausbau des
Kurortes. Aus der Initiative von Dr. Szymon Starkiewicz und mit öffentlicher
Hilfe wurde das Kinder-Sanatorium „Górka“ gebaut. Während des
Zweiten Weltkrieges war die Stadt der Schauplatz von zahlreichen
Kampfaktionen der Partisanen: u. a. führten Einheiten der Landesarmee
(Armia Krajowa) auf dem Markt in Busko ein Attentat auf den örtlichen
Gestapochef durch. Nach dem Krieg hatte die Stadt, als das Zentrum einer
landwirtschaftlichen Region, administrative Aufgaben wie Handels- und
Dienstleistungsfunktionen für die naheliegenden Dörfer übernommen.
Jedoch der wichtigste Entwicklungsfaktor der Stadt ist der Kurort. Das
heutige Busko ist ein sich dynamisch entwickelndes Sanatoriums- und
Erholungszentrum, ein Verwaltungszentrum, zudem die Hauptstadt des Buskoer
Kreises. Dagegen bilden die umliegenden Dörfer eine landwirtschaftliche
Region, in der hauptsächlich Obst und Gemüse angebaut wird und wo der
beliebteste Wirkungsbereich der landwirtschaftlichen Betriebe in der
letzten Zeit die Agroturistik ist.